Museum der vergessenen Töne

Besuch im Museum der vergessenen Töne.

Einige unter uns sind alt genug, um sich noch daran zu erinnern: an Geräusche, die uns einst vertraut waren wie das eigene Atmen- und die heute so gut wie verschwunden sind. Das Knacken der Wählscheibe, oder das Klimpern von Münzen in der Telefonkabine.

Genau diesen verlorenen Klängen  hat sich das Projekt „Conserve the Sound“ verschrieben. Es ist ein Museum der besonderen Art: kein Gebäude, keine Vitrinen – nur Töne und Geräusche, die festgehalten wurden, bevor sie für immer verstummen. Von der guten alten Wählscheibe bis zum Münztelefon bewahrt das Projekt diese Zeitzeugen für künftige Generationen.

Anzuhören auf http://www.conservethesound.de

Ein ähnliches Unternehmen hat auch der Franzose Joseph Sardin gestartet. Seit 2005 sammelt er fleissig vertraute Töne, Klänge und Geräusche aus aller Welt und stellt sie frei zum Herunterladen zur Verfügung. Rund 2500 akustische Aufnahmen hat er inzwischen gesammelt: darunter nicht nur längst vergessene Sounds, sondern auch jene, die uns heute noch täglich begleiten. Wer für seinen Podcast oder seine Videomontage auf der Suche nach dem perfekten Geräusch ist, wird hier vielleicht fündig.(https://www.lasonotheque.org/)

Und wer kreativ denkt: Aus diesen Klängen lässt sich wunderbar ein Ratespiel für eine Kindergruppe basteln – oder ein überraschendes Hörtraining, das auch Erwachsene noch erstaunt.